Morphophonologische Prozesse im Spracherwerb

Der Erwerb des prosodischen Wortes

Im Rahmen der LOEWE-Projektförderung ‚Konstanz und Wandel in der Sprache‘ an der Philipps-Universität Marburg wird das Teilprojekt „Der Erwerb des prosodischen Wortes: Morphophonologische Prozesse im normalen und gestörten Spracherwerb“ durchgeführt.

Ziel des Projekts ist es, Evidenz für die optimale prosodische Struktur von grammatischen Kategorien durch die Untersuchung von normalen und gestörten Erwerbsverläufen zu finden. Es wird empirisch überprüft, wie sich die Kategorien Plural und Perfekt im ungestörten Spracherwerb entwickeln und wie prosodische Faktoren dabei mit morphologischen Erwerbsschritten interagieren. Bisherige Befunde weisen auf qualitative Unterschiede im normalen und gestörten Morphologieerwerb sowie auf einen differentiellen Einfluss prosodischer Beschränkungen hin.

Im Projekt werden die Leistungen von sprachunauffälligen Kindern und Kindern mit Sprachentwicklungsstörungen verglichen. Mit den Probanden werden Experimente zur Realisierung von Plural- und Perfektformen bei Wörtern und Kunstwörtern durchgeführt. Da sprachgestörte Kinder häufig Probleme beim Erwerb prosodischer Strukturen haben, sollten auch morphophonologische Prozesse wie die ge-Präfigierung bei Partizipien oder die prosodisch gesteuerte Auswahl von Pluralflexiven betroffen sein.

Laufzeit des Projekts: 2010 - Ende 2011
Projektleitung: Christina Kauschke
Ulrike Domahs
Projektmitarbeiter: Katrin Riederer
Lena Renner (stud. Hilfskraft)

Homepage des Projekts

Anschrift
Prof. Dr. Christina Kauschke
Philipps-Universität Marburg
Institut für Germanistische Sprachwissenschaft
Wilhelm-Röpke-Straße 6A
D-35032 Marburg